Historie

Der ca. 39000 m2 große Schwanenteich wurde im Jahre 1935 in Verbindung mit einer südöstlich angrenzenden Kastanienallee und der Regulierung eines nordwestlich angrenzenden Bachlaufs angelegt. (Quelle s.u.:1) 

Er wurde am Ende der „Schlageterstraße“ angelegt und von den nationalsozialistischen Stadtplanern ebenfalls nach Albert Schlageter, einer Märtyrerfigur ihrer Bewegung, benannt: „Schlageterteich“. Stadtplanerisch war er Teil einer 3-teiligen Anlage: der Teich selbst, ein Exerzierplatz zwischen Eichgärtenallee und Pestalozzistraße sowie eine Militärakademie, die heutigen Pestalozzischule. (Quelle s.u.: 2)

Nach dem Zweiten Weltkrieg entledigte man sich des Namens, der Teich wurde fortan als

Schwanenteich

bezeichnet und unter Denkmalschutz gestellt. Von 1945 bis 2011 war die äußere Form des Teiches so, wie er angelegt worden war. Wir haben hier ein Luftbild des Schwanenteiches, welches 1945 entstanden ist und einem Dokument entnommen ist, welches in der Sitzung des Bauausschusses am 14.09.2021 vorgestellt worden war. Auffällig sind die vielen Bombenkrater, die durch die Anwesenheit der Militärakademie, einem potentiellen Angriffsziel für die allierte Luftflotte, erklärt werden können.

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich, mit Ausnahme des Südostufers, ein dichter Gehölzgürtel durch natürliche Sukzession. Zur Landesgartengschau gab es erste massive Eingriffe, die das komplette Ufer des Schwanenteich betrafen. So wurde in den Jahren 2010 bis 2014 die komplette Gehölzvegetation, die sich dort etabliert hatte, mehrfach zurückgeschnitten und etliche Bäume, darunter stattliche Weiden, gefällt.

Quellennachweis:

(1) aus: https://www.nul-online.de/Temporaerer-und-permanenter-Nahrungsraumverlust-fuer-Fledermaeuse,QUlEPTUwNzM4NzYmTUlEPTExMTE.html

(2) nach: https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/schlageterteich-wurde-jahren-angelegt-12080730.html