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Anthropozän

die kleine Eiszeit um 1500 / 1600

Quintessenz: „The Great Dying of the Indigenous Peoples of the Americas resulted in a human-driven global impact on the Earth System in the two centuries prior to the Industrial Revolution.“

Earth system impacts of the European arrival and Great Dying in the Americas after 1492


Abstract

Human impacts prior to the Industrial Revolution are not well constrained. We investigate whether the decline in global atmospheric CO2 concentration by 7–10 ppm in the late 1500s and early 1600s which globally lowered surface air temperatures by 0.15∘C, were generated by natural forcing or were a result of the large-scale depopulation of the Americas after European arrival, subsequent land use change and secondary succession. We quantitatively review the evidence for (i) the pre-Columbian population size, (ii) their per capita land use, (iii) the post-1492 population loss, (iv) the resulting carbon uptake of the abandoned anthropogenic landscapes, and then compare these to potential natural drivers of global carbon declines of 7–10 ppm. From 119 published regional population estimates we calculate a pre-1492 CE population of 60.5 million (interquartile range, IQR 44.8–78.2 million), utilizing 1.04 ha land per capita (IQR 0.98–1.11). European epidemics removed 90% (IQR 87–92%) of the indigenous population over the next century. This resulted in secondary succession of 55.8 Mha (IQR 39.0–78.4 Mha) of abandoned land, sequestering 7.4 Pg C (IQR 4.9–10.8 Pg C), equivalent to a decline in atmospheric CO2 of 3.5 ppm (IQR 2.3–5.1 ppm CO2). Accounting for carbon cycle feedbacks plus LUC outside the Americas gives a total 5 ppm CO2 additional uptake into the land surface in the 1500s compared to the 1400s, 47–67% of the atmospheric CO2 decline. Furthermore, we show that the global carbon budget of the 1500s cannot be balanced until large-scale vegetation regeneration in the Americas is included. The Great Dying of the Indigenous Peoples of the Americas resulted in a human-driven global impact on the Earth System in the two centuries prior to the Industrial Revolution.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277379118307261

Was sind Fadenalgen?

Die meisten Betrachtenden finden Fadenalgen häßlich und viele meinen dann, der Schwanenteich sei krank.

Zitat aus dem gartenteich-ratgeber:

„Fadenalgen sind an und für sich nichts Schlechtes. Wie alle anderen Wasserpflanzen versorgen sie den Teich und seine Bewohner mit lebenswichtigem Sauerstoff. Sie dienen Fischen und anderen Wassertieren als Nahrung und sind ein gutes Versteck für Kaulquappen und Insekten. Problematisch ist es erst, wenn die Algen absterben und auf den Grund sinken. Bei der Zersetzung der toten Algen wird dem Wasser viel Sauerstoff entzogen. Es entsteht übel stinkender Faulschlamm mit den dazugehörigen Faulgasen.“

In einer Pressemitteilung des IGB Berlin lesen wir:

„Fadenalgenfressende Kleinstlebewesen fehlen“ und „… dass Fadenalgen in klaren Bergseen im Westen der USA auftreten, weil die Wassertemperaturen steigen und die Sommer länger werden“.

Letzteres gilt auch für den Schwanenteich – auch in Gießen sind die Sommertemperaturen angestiegen und der Nachschub an frischem ( == kühlen) Wasser ist knapp oder gar nicht vorhanden.

Fadenalgen – „Ernte“ – könnte es so gehen?

Am Sonntag, den 07.08. hatte der Nordost die Fadenalgen vor dem Platz an der Ringallee zusammengetrieben (da hatten wir leider kein Aufnahmegerät /Fotoapparat/Smartphone zu Hand – aber dieses Foto zeigt noch mal, was ich jetzt meine) – in dieser Situation wäre es möglich gewesen, mit wenig Aufwand die Fadenalgen zu ernten.

Zur Erinnerung: Fadenalgen sind eher positiv als negativ zu bewerten. Sie geben Sauerstoff in das Wasser ab. Die sind ein Ausdruck eines großen Nährstoffangebots. Vorteilhaft ist, das Absinken auf den Grund und die Zersetzung dort zu unterbinden. Deshalb meinen wir: Wie ein Bauer sein Heu erntet – dabei hat er immer das Wetter im Blick – so kann bei günstigen Bedingungen mit dem Aufwand einiger Stunden Arbeit und anschließend dem Abtransport die Fadenalgen-Ernte angegangen werden.

siehe: Unsere Seite zum Wasserpflanzen-Phaenomen

Schwanenteich - Blick vom Platz an der THM
Schwanenteich – Blick vom Platz an der THM

V.i.S.d.P.: Wilhelm Pastoors