Archiv: Faschinen

Hier möchten wir mit „Faschinen“ bekannt machen. Wir sehen darin ein wirksames und naturverträgliches Mittel, den Uferweg mit überschaubarem Aufwand nach und nach reparieren zu können.

Faschinen – Bild entnommen von https://de.wikipedia.org/wiki/Faschine

Wikipedia beschreibt Faschinen so: „Faschinen sind walzenförmige Reisig- bzw. Rutenbündel von einigen Metern Länge, welche in erster Linie zur Abwehr von Erosionserscheinungen bzw. Böschungsbrüchen genutzt werden.“

Auf einer Anbieterseite findet sich folgende Beschreibung:

„Die Faschine ist die am häufigsten verwendete Bauweise in der Ingenieurbiologie. … Im Gewässerbau schützten sie die Ufer im Mittelwasserbereich. Die Kosten für die Verlegung sind sehr günstig, ihre Wirkung jedoch ist groß.“

Auf Youtube finden Sie kleinere Videos, die zeigen, wie Faschinen in Handarbeit aus Weiden gefertigt werden.

Zunächst dokumentieren wir die Einsatzmöglichkeiten von Faschinen mit mehreren Photos. So können Sie sich selbst ein Bild machen von der Wirksamkeit der Methode. Dieses folgende Prinzip-Bild haben wir Wikipedia entnommen:

Faschinen als ingenieurbiologische Ufersicherung an der Havel

Die folgenden beiden Bilder dokumentieren den Einsatz von Faschinen an der Oberen Havel Wasserstraße (OHW). Dort waren wir selbst auf diese Methode aufmerksam geworden. Wir haben die Photos der Arbeit „Ingenieurbiologische Ufersicherungen an Bundeswasserstraßen“ entnommen (im Internet abrufbar).

Frisch verlegt sieht das zunächst so aus:

Bei der Verlegung im Sommer 1998 (OHW bei Bredereiche)

Schon zwei Jahre später ist von der Hilfsstruktur kaum noch etwas zu sehen, es ist vollkommen natürlich überwachsen.

Der Gewässerrandstreifen im Sommer 2000 – mittlerweile gut zugewachsen.

Faschineneinsatz an einen kleineren Gewässer

Hier sehen wir eine Verwendung an einem kleineren Gewässer, der Fösse in Niedersachsen. Die Maßnahme fügt sich organisch in die Landschaft ein.

die Fösse in Niedersachen, Photo entnommen dem o.g. Wikipedia-Beitrag

Faschinen am Schwanenteich

Wir sind der Meinung dass Faschinen auch die wirksamste Methode sind, den Uferweg längs des Schwanenteiches nach und nach an Abbruchstellen oder Unterspülungen zu verstärken. Diese Art der Instandsetzung kann naturschonend Stück für Stück vorgenommen werden. Im Schwanenteich sind die Anforderung etwas anders als hier bisher zu sehen; im Schwanenteich könnten die Pflöcke beispielsweise unter der Wasseroberfläche bleiben. Nach unserer Schätzung ist eine Reparatur nur an einige wenigen Teilabschnitten des Uferweges notwendig. Es kann dabei eine Priorisierung nach Wichtigkeit vorgenommen werden.

Zur Pflege des Uferwegs gehört übrigens auch, kleinere Leckagen, die als solche im Anfangsstadium harmlos sind, frühzeitig zu reparieren. Dann entfällt die Notwendigkeit aufwendiger Reparaturen. Mit Schüppe und Spaten, ggf. einem kleinen Bagger kann eine Leckage aufgegraben und verdichtet werden; an solchen Stellen kann durch auf den Verbau von Faschinen zusätzliche Stabilität erzeugt werden, ist u.E. jedoch in der Regel nicht notwendig.

Hier merken wir an: Der Umfang der Leckage, die das Gartenamt seit einem Jahr zum Anlass nimmt, den Uferweg für Besucherinnen und Besucher schikanös zu sperren, ist das Ergebnis einer jahrelangen Vernachlässigung. Konsequent wurden Bürgerhinweise für den Reparaturbedarf ignoriert. (Dieser Sachverhalt ist durch die archivierten Bürgereingaben beim Bauauschuss schlüssig belegt.)

Insgesamt bildet der Verbau von Faschinen die Möglichkeit, kostengünstig die notwendigen Reparaturen durchzuführen UND dabei sowohl den Uferweg in seiner Pracht zu erhalten als auch die Tierwelt so wenig wie möglich zu stören.

Lassen Sie es uns wissen, wenn Sie eigene Erfahrungen mit Faschinen haben; Sie finden unsere Adressen im Impressum.